Technologieschrittmacher „Was ist neu in 3DEXPERIENCE R2019x?“

3DEXPERIENCE Zwar ist die neuste Version der 3DEXPERIENCE nicht erst seit gestern verfügbar, einige Neuerungen der R2019x treffen jedoch den Kern der Trendaussagen für 2019, über die man zurzeit überall liest so präzise, dass es sich aus unserer Sicht lohnt, die Elemente auch hier auf dem Blog nochmals aufzugreifen.

Technologie für die Stadt der Zukunft

Ein Teilbereich greift die Möglichkeiten der Stadtplanung auf: Die Diskussionen um die Emissionen und Lebensqualität in unseren Städten beherrschen nach wie vor die Medien. So kämpfen die Städte selbst allerdings vor allem mit der Stadtplanung im Gesamtkontext der erwarteten Stadtentwicklung, anstatt wie es noch immer häufig gehandhabt wird, mit der Planung in Einzelprojekten der Stadtteile.

Eberhard Diepgen (CDU), ehemaliger Regierender Bürgermeister von Berlin beschreibt das in einem Artikel über das Erfordernis großer Lösungen zur Gewinnung von dringend benötigtem Wohnraum. Er nennt dabei die Umwidmung von ehemaligen Gewerbeflächen zu Wohngebieten als zentralen Punkt. Zweifellos ein wichtiges Thema, nicht nur für einzelne Stadtteile und nicht nur in Berlin.

Auch in Stuttgart macht man sich Gedanken über das städtebauliche Gesamtbild und in München steht die Verkehrsplanung der Zukunft auf der Agenda.

Unsere Nachbarn in Österreich greifen die Thematik ebenfalls auf und nennen in einer Ausschreibung drei Herausforderungen für eine nachhaltige Stadt der Zukunft: die “digitale Planung mit Weitblick”, “Energie- und Versorgung” und die “Klimaproblematik” in dicht bebautem Raum.

Es lässt sich feststellen, dass ein übergreifender Blick und auch eine übergreifende Technologie gefordert sind, um diese Mammutaufgaben lösen zu können. Ein virtuelles Gesamtmodell ist der Schlüssel und die City-Anwendung der 2019x greift es auf. So finden sich im aktuellen Release des 3DEXPERIENCE Twin Neuerungen, die den digitalen Datenfluss zwischen Oberfläche unter darunterliegenden Subsurfaces weiter verbessern und den digitalen Zwilling der Stadt noch genauer machen.

Neuerungen für industrielle Anwender

Für die Trends aus dem Unternehmensumfeld, wie die additive Fertigung oder die Nutzung künstlicher Intelligenz hat sich im Release im Rahmen der Enterprise-Anwendung einiges bewegt. Die Navigation von Prozessmodellen wurde verbessert und Möglichkeiten der Nutzung des digitalen Zwillings für Unternehmen wurde weiter vertieft. Insgesamt sind 23 neue Rollen entstanden, die Anwender gezielt mit den Werkzeugen versorgen, die sie für ihre Arbeit benötigen. Hier einige Auszüge:

Design und Engineering: Die Rolle des 3D Generative Innovator enthält Cloudfunktionen für das generative Modelling, unter anderem visuelles Scripting und interaktive 3D-Modellierung. Für die Teamorganisation und Projektplanung wurden Rollen wie der 3DLean Master und Member eingeführt, die Social Collaboration Services ermöglichen die Zusammenarbeit mit Nutzern anderer CAD-Systeme.

Die High-End-Visualisierung ist nun für Marketing Reviews zugänglich. Marketingexperten und weitere nicht technische Teams können direkt in 3DPlay Visualisierungen aus 3DEXCITE betrachten und kommentieren, ohne sich tief in die technische Anwendung einarbeiten zu müssen. Die entsprechende Rolle heißt Marketing Experience Reviewer. Im technischen Bereich wurden neben dem generativen Design vor allem die Bereiche Simulation und Qualitätskontrolle erweitert, so kann der Quality Rules Administrator Qualitätsrichtlinien für 3D-Modelle erstellen, um die Datenqualität in der Produktentwicklung zu gewährleisten.

Auch die digitale Fabrikplanung enthält Erweiterungen und Optimierungen für DELMIA, so gibt es mit dem Powder Bed Programmer eine Rolle für die Herstellung qualitativ hochwertiger additiv gefertigter Bauteile. Die Besonderheit dabei ist, dass die neuen Fertigungstechnologien in das bestehende Angebot integriert sind und so die additive Fertigung nahtlos in Produktionsprozesse integriert werden kann. Dazu zählen auch Nachbearbeitungsprozesse für Additive Manufacturing wie das Drahterodieren, für das beispielsweise der Erodierprozess am 3D-Modell definiert werden kann. Zudem bietet DELMIA nun erweiterte Funktionen, mit denen sich das Roboterprogramm in der Fertigung optimieren lässt und auch im Bereich des Machine Learning gab es Weiterentwicklungen.

Erweiterungen für Analysten: Das NETVIBES Dashboard für Unternehmensprozesse wurde beispielsweise um neue Quellen für Industriedaten erweitert, die von Experten kuratiert und überwacht werden können. Inhalte für ENOVIA, SWYM oder 3DDRIVE lassen sich direkt aus den Monitoring Apps in NETVIBES erstellen.

Die Neuerungen der 3DEXPRIENCE R2019x im Überblick finden Sie hier.

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